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Beratung: Herkünfte und Klone

Die genetischen Ressourcen unserer Bäume und deren Eignung für die unterschiedlichen Nutzungsformen bilden die Grundlage für eine leistungsfähige und nachhaltige Forstwirtschaft. Das BFW eine Beratung über die Verwendung von Herkünften und Klonen an.

Dabei entscheidet das genetische Potential maßgeblich über die ökologische Stabilität als auch die ökonomische Leistungsfähigkeit der Bestände.
Mit der Wahl der Herkunft, bzw. des jeweiligen Klongemisches wird über die erblich bedingten Eigenschaften des zukünftigen Bestandes und, bei zukünftiger Naturverjüngung oder Saatguternte, der weiteren Folgegenerationen entschieden.

Beratung vor Ort

Basis der Herkunftsempfehlungen sind die Resultate der Herkunftsforschung sowie Erfahrungswerte der forstlichen Praxis. Das Institut für Genetik verfügt über eine Vielzahl an Dauerbeobachtungsflächen von Nadel- und Laubbaumarten, welche als Herkunfts- oder Klonversuche angelegt sind.

Diese Versuche geben Auskunft über die Variabilität von Herkünften und Klonen in- und fremdländischer Baumarten in Bezug auf Anbaueignung, Wüchsigkeit, Wertleistung sowie auf Resistenz gegenüber biotischen und abiotischen Schadfaktoren. Aus den langen Beobachtungszeiten an einer großen Anzahl an Prüfgliedern lassen sich sichere und praxisrelevante Ergebnisse ableiten.

Neben der Publikation dieser Forschungsergebnisse bieten die Mitarbeiter des Instituts für Genetik Beratungen zur Auswahl der richtigen Herkunft bzw. des richtigen Klongemisches. Auf Anfrage werden Einzelberatungen, Vorträge für Seminare und Exkursionen zu ausgewählten Herkunftsversuchen durchgeführt.

Themenschwerpunkte dieser Beratungen können einzelne Baumarten oder die Spezifizierung von Herkunftsempfehlungen auf bestimmte Wuchsgebiete sein.

Für die folgenden Baumarten werden Herkunfts- und Klonempfehlungen ausgesprochen:

  • Douglasie (Herkünfte)
  • Pappel (Klone)
  • Robinie (Klone)
  • Rotbuche (Herkünfte)
  • Fichte (Herkünfte)
  • Vogelkirsche (Herkünfte)

Für alle weiteren einheimischen und fremdländischen Baumarten liegen nur wenige Ergebnisse aus Herkunftsversuchen in Österreich vor. Für diese Baumarten empfehlen wir die Verwendung von forstlichem Vermehrungsgut aus dem jeweiligen Wuchsgebiet und der jeweiligen Höhenstufe. Das garantiert eine hohe Angepasstheit und sichert den Ertrag und die Stabilität der zukünftigen Bestände.

Für die Baumarten Stiel- und Traubeneiche plant das Institut für Genetik des BFW derzeit einen Eichenherkunftsversuch. Mit ersten Ergebnissen dieses Versuches wird in 8-10 Jahren zu rechnen sein.

Ablauf und Kosten

Herkunfts- und Klonempfehlungen: Auf Anfrage werden telefonisch oder persönlich Empfehlungen für die Verwendung forstlichen Vermehrungsgutes (Herkünfte, Klone, Klongemische) ausgesprochen oder von uns versendet. Oder sie recherchieren selbst auf www.herkunftsberatung.at.

Beratungsdienste: Umfassende Anfragen und Einzelberatungen, aber auch Seminarvorträge und Exkursionen erfolgen im Wesentlichen auf Ansuchen durch die forstliche Praxis bzw. andere Institutionen an unser Institut.

Kosten: Die Bereitstellung von Daten von bereits publizierten Daten erfolgt kostenlos. Bei weiterführenden Anfragen gelten die Tarife des BFW, die bei den zuständigen Mitarbeitern erfragt werden können. Bei einem erhöhten Aufwand und Präsentation von Daten wird dieser nach Vereinbarung verrechnet.

Kontakt

Verwendungsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut werden durch folgende Experten ausgegeben:

Ing. Lambert Weissenbacher (Douglasie, Fichte, Lärche, Vogelkirsche)
E-Mail: lambert.weiszenbacher@bfw.gv.at
Tel: +43-1-87838-2226

Ing. Wilfried Nebenführ (Pappel)
E-Mail: wilfried.nebenfuehr@bfw.gv.at
Tel: +43-1-87838-2227