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Borkenkäfer – Information und Monitoring

Borkenkäfer sind grundsätzlich sekundäre Schädlinge, die geschwächte, frisch gefällte oder geworfene Bäume befallen.

Borkenkäfer sind etwa 2 bis 8 mm große Insekten, die sich in Gehölzen entwickeln. Sie bohren sich durch die Rinde von Bäumen und zerstören dort durch denFraß der Elternkäfer und Larven (charakteristische artspezifische Brutbilder) und später der erwachsenen Käfer das für den Baum lebensnotwendige Bastgewebe.

Borkenkäfer als sekundäre Schädlinge befallen grundsätzlich geschwächte, frisch gefällte oder geworfene Bäume. Bei einer Massenvermehrung wird der Befall jedoch primär und betrifft auch vitale Bäume. Die Bäume sterben dann innerhalb kurzer Zeit ab (Käferbäume).Die wichtigsten und gefährlichsten Arten sind die Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher, Borkenkäfer sind jedoch mit verschiedenen Arten an praktisch allen Baumarten vertreten.

Trockenstress schwächt Baum

Trockenheit und Hitze schwächen die Abwehrfähigkeit von Bäumen, fördern aber gleichzeitig die Entwicklung der Borkenkäfer. Der Klimawandel, starker Anfall befallstauglichen Materials durch extreme Witterungsereignisse, wie Sturm-, Schnee- und Eisschäden, mangelhafte Waldhygiene und auch standortuntaugliche Baumartenwahl bieten eine ideale Ausgangsbasis für eine Borkenkäfermassenvermehrung. Die Käferholzmengen der letzten Jahrzehnte spiegeln diese Entwicklung wider.

Borkenkäfer-Homepage

Mit zunehmenden Schäden ist auch der Kreis der betroffenen Waldbesitzer und deren Informationsbedarf deutlich gestiegen. Um dieser erhöhten Nachfrage gerecht zu werden, betreibt das Institut für Waldschutz seit 2003 eine Webplattform zum Thema Borkenkäfer.

Auf der Borkenkäfer-Homepage werden Informationen und Publikationen zur Borkenkäfern und zur Befallssituation, wie z.B. der überarbeitete Leitfaden zur Abwehr von Borkenkäferschäden, bereitgestellt. Neben den wichtigsten Borkenkäferarten werden dort die Symptome und Gefahren des Käferbefalls, die Einflussgrößen auf die Entwicklung der Borkenkäfer, die Maßnahmen zur rechtzeitigen Erkennung und zur Bekämpfung des Befalls, die gesetzlichen Rahmenbedingungen bzw. Verpflichtung für den Waldbesitzer sowie regionale Stellen, bei denen die Waldbewirtschafter Beratung und Unterstützung erhalten, angeführt.

Österreichisches Borkenkäfer-Monitoring

Das österreichische Borkenkäfer-Monitoring ist ein Service des BFW, das gemeinsam mit den Landesforstbehörden und den Forstberatern der Landwirtschaftskammern 2005 ins Leben gerufen wurde. Anhand zahlreicher Lockstofffallen, über das ganze Bundesgebiet verteilt, werden die Fangzahlen der wichtigsten Borkenkäferartendokumentiert, um betroffene und interessierte Waldbesitzer über die aktuelle Flugsituation zu informieren.

Die Fallen werden wöchentlich kontrolliert und die Fangergebnisse an eine BFW-Datenbank übermittelt. Je nach Verfügbarkeit werden den Fangzahlen zusätzlich Temperaturwerte von assozierten Klimastationen gegenübergestellt, um den Waldbesitzern eine genauere Prognose für den Gefährdungsgrad der lokalen Waldbestände zu ermöglichen.

Linktipps

Borkenkäfer-Website: www.borkenkaefer.at
Borkenkäfer-Monitoring: Monitoring
Faktsheet: Borkenkäfer und die Auswirkungen des Klimawandels