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Esche in Not

Das Eschentriebsterben schädigt die Bäume massiv, führt zu Zuwachsverlusten bis hin zum Absterben der Esche und Probleme mit der Standffestigkeit. Der Ausfall dieser anspruchsvollen Baumart der Laubmischwälder führt zu nachhaltigen Veränderungen des Ökosystems Wald. Darüber hinaus ist die Forstwirtschaft mit dem Edellaubholz Esche weitgehend zum Erliegen gekommen. Während 2003 noch ca. 1,5 Millionen junge Eschen in Österreich angepflanzt wurden, so ist der heutige Pflanzbedarf nahe null.

Podcast: Ist die Esche noch zu retten (Juli 2018)

Hier klicken Sie zum Podcast zum Thema Schlägerungen von Eschen aus Sicherheitsgründen

Auswahl und Nutzung resistenter Bäume

In Altbeständen werden immer wieder einzelne Bäume beobachtet, die nur geringe Schadsymptome aufweisen und möglichweise Abwehrmechanismen gegenüber dem Triebsterben besitzen. Bis zu 5% aller Klone in österreichischen Saatgutplantagen sind wenig anfällig oder resistent gegenüber dem Triebsterben. Internationale Studien zeigen, dass diese Resistenz eine sehr hohe genetische Komponente besitzt, d.h. die Erblichkeit gegenüber dieser Krankheit hoch ist.Aufgrund dieser Fakten ist die Auslese resistenter Bäume und die Produktion von wenig anfälligen bzw. resistenten Jungeschen eine sehr vielversprechende Möglichkeit für die Forstwirtschaft und den Naturschutz. Laufende Informationen zum Projekt auf der Website www.esche-in-not.at

Voraussetzung dafür ist eine umfassende Erfassung der genetischen Vielfalt der Esche und ihrer Resistenz in ganz Österreich.

© BFW
Infografik Eschentriebsterben

Ziel

Mehrere hundert „resistente“ Klone sollten ausgelesen werden, um die genetische Vielfalt der Esche zu erhalten und ein „Wettrüsten“ mit dem Erreger zu verhindern. Diese Auslese soll zum Aufbau von neuen Saatgutplantagen mit lokal angepassten und resistenten Klonen aus Österreich dienen.

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