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Internationale Konferenz in Wien beleuchtet Risiken invasiver Prachtkäfer für Europas Wälder

Auf dem Bild ist der Käfer Agrilus sinuatus zu sehen. Foto: Udo Schmidt/ccbysa 2.0.

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Von 21. bis 23. April 2026 fand am BFW die internationale Fachkonferenz „Safeguarding Forests in Europe: Emerging Risks of Agrilus Wood Borers (Buprestidae)“ statt. Organisiert von European and Mediterranean Plant Protection Organization (EPPO), Forest Invasive Species Network for Europe and Central Asia (REUFIS) und BFW, brachte die Konferenz internationale Fachleute aus 24 Ländern zusammen.

Im Zentrum der Konferenz standen Käfer der Gattung Agrilus, die weltweit als zunehmend bedeutende Forstschädlinge gelten. Besonders hervorgehoben wurde der Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis), der in Nordamerika bereits massive Schäden verursacht hat und sich seit einigen Jahren auch in Osteuropa ausbreitet. Die Kombination aus globalem Handel, zunehmender Mobilität und klimatischen Veränderungen begünstigt die Einschleppung und Etablierung solcher Arten in neuen Regionen. Für Europa ergibt sich daraus ein steigendes Risiko für Wälder, urbane Grünräume und die Forstwirtschaft. Im Rahmen von Fachvorträgen, Keynotes und Posterpräsentationen wurden wissenschaftliche Erkenntnisse zu Biologie, Ausbreitungsdynamik und Schadpotenzial von Agrilus-Arten vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praxisrelevanten Frage, wie invasive Populationen frühzeitig erkannt werden können. Mehrere Beiträge zeigten, dass eine effektive Eindämmung nur dann realistisch ist, wenn Befallsherde in einem sehr frühen Stadium identifiziert werden. Erfahrungen aus Nordamerika verdeutlichten, dass eine vollständige Ausrottung etablierter Populationen in der Regel nicht mehr möglich ist, sobald sich die Arten großflächig ausgebreitet haben.

Entwicklung moderner Monitoring- und Diagnostik-Methoden

Diskutiert wurden unter anderem verbesserte Fallen- und Lockstoffsysteme, molekularbiologische Nachweismethoden sowie der Einsatz digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Überwachung. Ergänzend dazu wurden Strategien zur risikobasierten Planung von Monitoringprogrammen vorgestellt, die insbesondere stark frequentierte Transportwege und potenzielle Einbringungspfade berücksichtigen. Die Konferenz bot Einblicke in nationale und internationale Maßnahmen zur Vorbereitung auf mögliche Einschleppungen. Beiträge aus europäischen Ländern zeigten den Stand der Vorsorgeplanung, etwa in Form von Notfallplänen, Erhebungen und Schulungsprogrammen für Fachpersonal. Dabei wurde deutlich, dass eine Zusammenarbeit zwischen Forschung, Behörden und Praxis entscheidend ist, um im Ernstfall rasch reagieren zu können.

„Die Ergebnisse der Konferenz unterstreichen die Notwendigkeit, bestehende Überwachungs- und Vorsorgestrukturen weiterzuentwickeln und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu stärken. Nur durch frühzeitige Erkennung, koordinierte Maßnahmen und kontinuierliche Anpassung an neue Entwicklungen können die Risiken für Europas Wälder langfristig reduziert werden.“ Gernot Hoch, Leiter des Instituts für Waldschutz