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Wald und Wirtschaft: Forschung für den Wald der Zukunft

Auf dem Bild sind kleine Eschen-Setzlinge zu sehen.

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Die Woche des Waldes 2026 neigt sich dem Ende zu. Unter dem diesjährigen Motto „Wald und Wirtschaft“ rückt das BFW drei aktuelle Waldfonds-Projekte in den Fokus, die zur Zukunftssicherung der österreichischen Wälder beitragen. Im Mittelpunkt stehen die Erhaltung der Esche, die Erforschung klimaresilienter Nadelbaum-Herkünfte sowie die Bereitstellung klimaangepassten Vermehrungsguts.

Die ökologisch und wirtschaftlich bedeutende Esche ist seit Jahren durch das Eschentriebsterben bedroht, das durch den eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus fraxineus verursacht wird. Die Krankheit hat in ganz Österreich erhebliche Schäden verursacht und die Nutzung des wertvollen Eschenholzes stark eingeschränkt. Im Rahmen der Forschungsinitiative „Esche in Not“ wurden widerstandsfähige Eschen identifiziert, ihre genetische Vielfalt erfasst und erste Saatgutplantagen aufgebaut. Die aktuelle Projektphase prüft krankheitstolerante Klone, legt neue Feldversuche an und baut die Produktion von Vermehrungsgut aus. Ziel ist es, tolerante Eschen für die Wiederbegründung und Erhaltung dieser wichtigen Baumart bereitzustellen.

Parallel dazu untersucht das Projekt „AshBack“ die Ursachen, Auswirkungen und mögliche Gegenstrategien zum Eschentriebsterben. Im Fokus stehen Untersuchungen auf bestehenden Eschen-Versuchsflächen, um die Krankheitsentwicklung bei unterschiedlichen Umweltbedingungen sowie den Einfluss von Baumartenmischung und Bestandesdichte auf die Infektionsdynamik besser zu verstehen. Darüber hinaus wird die Rolle weiterer Schadorganismen, insbesondere von Hallimasch-Arten (Armillaria spp.), als zusätzliche Mortalitätsfaktoren geschädigter Eschen erforscht. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für Waldschutz und Waldbewirtschaftung.

„Die Herausforderungen für den Wald nehmen zu. Umso wichtiger ist es, heute in Forschung zu investieren, damit Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer auch morgen auf geeignete Baumarten und hochwertiges Vermehrungsgut zurückgreifen können.“

Peter Mayer, Direktor des BFW

Nicht nur Laubbäume stehen im Fokus

Mit zunehmender Hitze und längeren Trockenperioden geraten vor allem heimische Nadelbaumarten unter Druck. Das Projekt „ConAdapt“ untersucht die Anpassungsfähigkeit verschiedener Herkünfte von Fichte, Lärche und Weißkiefer an Trocken- und Hitzestress. Mithilfe moderner Phänotypisierungsmethoden und genetischer Analysen werden jene Herkünfte identifiziert, die mit zukünftigen Klimabedingungen besonders gut zurechtkommen. Die Ergebnisse sollen die Auswahl geeigneter Herkünfte unterstützen und damit die Stabilität und Produktivität der Wälder sichern.

Die vorgestellten Projekte zeigen, wie eng Wald und Wirtschaft miteinander verbunden sind. Von der Erhaltung der Esche über die Entwicklung klimaresilienter Herkünfte bis hin zur Bereitstellung geeigneten Vermehrungsguts leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder.

Mit dem Aufbau des neuen Bundesplantagenzentrums „Plantage BSüd“ im Südburgenland sollen Forschungsergebnisse künftig noch schneller in die Praxis gelangen und die Versorgung der Forstwirtschaft mit klimaangepasstem Saatgut langfristig gesichert werden.

Rückfragen: Marianne Schreck, marianne.schreck@bfw.gv.at