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Evidenzbasierte Anbauempfehlungen im Klimawandel

Laubholzwald mit einem rot markierten Baumstamm rechts

Forschungskooperation zur Realisierung eines nachhaltigen und klimaangepassten Waldumbaus.

Der Wahl der richtigen Baumart geht in der forstlichen Planung ein komplexer Entscheidungsprozess voran. In einer Zeit, in der die Baumartenpalette zu erweitern beziehungsweise an den Klimawandel anzupassen ist, fällt dieser Entscheidungsprozess zunehmend schwerer. Das Projekt „Evidenzbasierte Anbauempfehlungen im Klimawandel“ (EVA) liefert durch die Modellierung von anbaurelevanten Informationen zu 30 Baumarten eine datenbasierte Grundlage für diesen Entscheidungsprozess. Dabei werden vier wesentliche Aspekte der Baumartenwahl mit unterschiedlichen Methoden abgebildet:

• das Anbaurisiko
• die Wuchsleistung
• die Herkunftswahl
• die Plastizität

Am Ende entsteht daraus ein Anbauwürdigkeitsindex. Um diese komplexe Fragestellung zu bearbeiten, wird auf die Expertisen vier verschiedener Institutionen zurückgegriffen und in einer internationalen Forschungskooperation vereint. Das BFW kooperiert hierbei mit der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF – Projektleitung), der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern (AöR) und der Universität Greifswald (Uni-HGW).

BFW bringt Expertise zu optimalen Herkünften ein

Das Projekt schafft Voraussetzungen, um den Wald der Zukunft optimal zu bewirtschaften und die Anbaupotenziale aller wichtigen Haupt- und Nebenbaumarten sowie der wichtigsten nichtheimischen Baumarten besser abzuschätzen. Dazu werden etablierte Ansätze der Modellierung von Artverbreitung (durch LWF), Wachstumsleistung (durch AöR) und optimalen Herkunft (durch BFW) weiterentwickelt und miteinander verschnitten. Experimentelle Arbeiten zur Bestimmung der phänotypischen Plastizität von Baumarten (durch Uni-HGW) schließen Forschungslücken bezüglich der tatsächlichen Anpassungsfähigkeit von Arten und Herkünften an Erwärmung und zunehmende Sommertrockenheit.

Europakarte mit grünen Markierungen und Inventurpunkten, die das Verbreitungsareal am Beispiel der Schwarzkiefer zeigt
Verbreitungsareal am Beispiel der Schwarzkiefer (Quelle: Caudullo et al. 2017)

Als Ergebnis werden Modelle und praxistaugliche digitale Karten zur Verfügung stehen. Die Karten können in bestehende Beratungssysteme integriert oder zum Aufbau von digitalen Informationssystemen genutzt werden. Das Projekt wird vom deutschen Waldklimafonds gefördert.

Projektpartner und Fördergeber