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Abteilung

Schnee & Lawine

Eine Abteilung des Fachinstituts für

Naturgefahren

Abteilungsleiter

Mitarbeiter

DI. Gleirscher Engelbert

T +43-512-573933

Figl Alexander

T +43-1-87838

D’Amboise Christopher MSc

T +43-1-87838

Demmler Christian

T +43-1-87838

DI. Neuhauser Michael

T +43-1-87838

Die Minimierung des Lawinenrisikos für den Siedlungsraum ist ein großes Anliegen in Österreich. Um die Lawinengefahr beurteilen zu können, benötigt man fundiertes Wissen über die Schneedecke, die Bildung und die Dynamik von Lawinen. Verschiedene Feldmess- und Modellversuche werden dafür eingesetzt, um die Entwicklung und Optimierung temporärer und permanenter Schutzmaßnahmen voranzutreiben. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden für die Erarbeitung von Risiko-Managementkonzepten genutzt.

Die Abteilung „Schnee und Lawine“ am Institut für Naturgefahren des BFW befasst sich in Forschung und Praxis mit vier Schwerpunkten. In der Forschungsgruppe „Schneedecke und Prognose“ werden Themen zur Schneedeckenverteilung, Schneehydrologie, Schneedeckenaufbau, Stabilität der Schneedecke und Schneemechanik (Anbruch von Lawinen) bearbeitet. Diese sind die Grundlage für eine zeit- und räumliche Beurteilung der Lawinengefährdung.

Ist die Stabilität der Schneedecke gering und kommt es zu einem Lawinenanbruch, wird in der Gruppe „Lawinendynamik“ das Fließverhalten der abgehenden Lawine erforscht. Hierbei werden u.a. Fragen bezüglich der Geschwindigkeiten und Drücke von Lawinen beantwortet. Aufwändige Messungen und Prozesse zur Optimierung von Simulationsprogrammen sind Teil der Arbeit. Dieses Wissen über die Auswirkung von Lawinen spielt für die Gruppe „Schutztechnik“ eine wesentliche Rolle.

Unter Verwendung verschiedener Messtechniken (z.B. Laser, Kraftmesseinrichtungen) wird die Wirkung von Lawinen auf Objekte (wie etwa Schneefangnetze) untersucht. Zusätzlich werden kleinskalige Modellversuche im Labor durchgeführt. Die meisten forschungs- und anwendungsorientierten Fragestellungen erfordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der vier Bereiche.

Für die Arbeiten zur „Gefahren- und Risikoanalyse“ werden wissenschaftlich fundierte, integrale und sektorenübergreifende Managementkonzepte erstellt. Hierzu zählen beispielsweise die Erarbeitung von Gutachten für Seilbahngesellschaften oder Gemeinden sowie Risikokonzepte, die auf lokaler und regionaler Ebene effektive und effiziente Lösungsvorschläge beinhalten. Die Erkenntnisse der einzelnen Arbeitsgruppen ermöglichen es der Abteilung, ganzheitliche Entscheidungshilfen anzubieten.

  • Schneemechanik
  • Stabilität der Schneedecke
  • Lawinendynamik
  • Numerische Lawinensimulationsmodelle
  • Untersuchung von Lawinenschutzmaßnahmen
  • Schadlawinen
  • Bestimmung der Massenbilanz und Energiebilanz in der Schneedecke
  • Untersuchung der Kräfte und Bewegungen in der Schneedecke
  • Messung der Drücke und Geschwindigkeiten von Lawinen (Monitoring)
  • Entwicklung und Optimierung von Lawinensimulationsmodellen
  • Verifizierung von Lawinensimulationsmodellen anhand von Messergebnissen
  • Untersuchung der Wirkung von herkömmlichen und neuen Verbauungsmaßnahmen
  • Entwicklung von neuen Werkzeugen zur Abschätzung der Gefahrenpotenziale für Siedlungen und Verkehrswege
  • Vermittlung der Ergebnisse an Lawinenfachleute und Praktiker
  • Betreuung der Schadlawinendatenbank und Dokumentation