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Abteilung

Wildbachprozesse

& Hydrologie

Eine Abteilung des Fachinstituts für

Naturgefahren

Abteilungsleitung

Die Arbeiten der Abteilung konzentrieren sich auf den Wasserumsatz in Wildbacheinzugsgebieten. Der Schwerpunkt liegt auf der Quantifizierung des Rückhaltevermögens der Vegetation und des Bodens bzw. des oberflächennahen geologischen Substrates. Dabei sind jene Wassermengen, die als direkter Abfluss (Oberflächenabfluss), als unterirdischer Abfluss (Zwischenabfluss) oder als tiefgründiger Abfluss die alpinen Wildbäche erreichen, von besonderem Interesse. Für deren quantitative Erfassung werden eigene Modellansätze entwickelt bzw. existierende Ansätze verwendet oder weiterentwickelt. Zu den Aufgaben der Abteilung gehören weiters Laboruntersuchungen (Bestimmung bodenphysikalischer Kennwerte) sowie Dokumentation und Prozessanalyse nach Wildbachereignissen und Sturzfluten.

Ein besonderer Forschungsschwerpunkt ist dem Einfluss anthropogener Aktivitäten, wie Art und Intensität der forstlichen und landwirtschaftlichen Nutzung, Nutzungsänderungen oder Versiegelung der Landschaft auf das Abflussverhalten gewidmet.
Untersucht werden außerdem die Wirkung der Schutzwälder und ihr Beitrag zur Stabilisierung gegen Rutschungen in steilen Einzugsgebieten; zudem werden Ansätze zur Erfassung von Wildholzpotenzialen in Wildbächen und Vorschläge für die Wildholzprävention entwickelt.

Basierend auf Daten aus hydrologischen Dauerbeobachtungsgebieten und umfangeichen Felduntersuchungen werden praxisnahe Ansätze realisiert, wie etwa die Geländeanleitung für die Abschätzung von Oberflächenabflussbeiwerten bei Starkregen, das N-/A-Modell ZEMOKOST oder das AVA-Tool, ein Ansatz zur Quantifizierung der Abflussänderung durch Versiegelung.

Die von der Abteilung erstellten bodenhydrologischen Kennwerte und Abflussbeiwertkarten für verschiedene Bundesländer Österreichs spielen insbesondere bei der Erarbeitung der Gefahrenzonenpläne durch die WLV bzw. bei der Gutachtertätigkeit eine bedeutende Rolle. Auch die Regionalisierung bodenphysikalischer Kennwerte und bodenhydrologischer Daten hat sich zu einem wichtigen Standbein der Abteilung entwickelt.