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Buchenvoranbau unter Fichte

Kleine Buchenpflanzen

In Europa befinden sich 6 bis 7 Mio. ha reine Fichtenbestände außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes. Mindestens 4 bis 5 Mio. ha davon stocken auf Laub- und Laubmischwaldstandorten.

Diese ursprünglich gemischten Bestände wurden durch landwirtschaftliche Nutzung, Streugewinnung, Waldweide und Brennholzgewinnung übernutzt. Während der letzten 200 Jahre wurde die Fichte wegen ihrer hohen Zuwachsraten und anspruchslosen waldbaulichen Behandlung stark gefördert. Dem entsprechend sind Teile von West- und Mitteleuropa von Fichtenforsten dominiert. Diese Wälder sind jedoch anfälliger gegenüber Immissionseinwirkung, Schädlingsbefall, Windwurf und Trockenstress.

Umbau in Richtung einer nachhaltigen Waldwirtschaft

Aus wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gründen wird daher die Wiederherstellung der ursprünglichen Laubmischwälder als Schritt in Richtung einer nachhaltigen Waldwirtschaft angesehen. Dieser Umbau kann rasch (Bestandesumwandlung mittels Kahlschlag) oder über einen längeren Zeitraum (durch Voranbau mit Buche unter einem Fichtenaltholzschirm) erreicht werden. Obwohl in den letzten Jahrzehnten in Mitteleuropa praktische Erfahrungen mit Voranbau gesammelt wurden, besteht noch großer Forschungsbedarf. Das Projekt SUSTMEN wurde von der EU finanziert und versuchte, diese Wissenslücken zu schließen.

In das Projekt waren Forscherteams aus Österreich, Tschechien, Deutschland, Slowenien und Schweden eingebunden. Ein wichtiges Ziel ist der Wissenstransfer in die forstliche Praxis. Zu diesem Zweck wurde eine waldbauliche Richtlinie für Forstpraktiker ausgearbeitet, die sich mit Voranbauten beschäftigt.

Download der Broschüre

Waldbauliche Richtlinie: Buchenvoranbau unter Fichte