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Die Kosten der Untersuchung sind in den BFW-Tarifen festgelegt (Stand: 2020).

 

Gemäß des Forstlichen Vermehrungsgutgesetzes sind Saatguthändler verpflichtet, Angaben wie Reinheit, Keimfähigkeit bzw. Lebensfähigkeit, Tausendkorngewicht und Anzahl der lebenden Keime pro kg zu machen.

Herkunftsforschung und Züchtung

Ing. Wurzer Christian
T +43-1-87838-2222
christian.wurzer@bfw.gv.at

Dies gewährleistet, dass der Saatgutkäufer über die Qualität der Samen umfassend informiert wird. Somit kann er seine benötigten Aussaatmengen leicht ermitteln. Zuvor muss das Saatgut in einem fachlich befähigten Labor untersucht werden.

Prüfung der Saatguteigenschaften

Im Forstsamenlabor werden Saatgutanalysen für verschiedene Baumarten durchgeführt. Die wichtigsten Qualitätseigenschaften von forstlichem Saatgut werden mit international anerkannten Methoden untersucht.
Die zu prüfenden Parameter sind:

  • Reinheit (R) in %
  • Keimfähigkeit (KF) bzw. Lebensfähigkeit (LF) in %
  • Tausendkorngewicht (TKG) in Gramm

Die Anzahl der lebenden Keime pro kg (lK/kg) ergibt sich aus der Berechnung:
R mal KF bzw. LF dividiert durch TKG mal 100

Die Untersuchungsdauer ist artspezifisch unterschiedlich undkann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Vor allem bei jenen Arten, bei denen eine Keimfähigkeitsuntersuchung sehr lange dauern würde, wird statt der KF-Untersuchung eine Prüfung auf Lebensfähigkeit durchgeführt.

Die Untersuchung auf Lebensfähigkeit kommt bei folgenden Baumarten zur Anwendung: Tanne, Ahorn, Buche, Esche, Zirbe, Vogelkirsche, Robinie und Linde. Die Keimfähigkeitsuntersuchung wird bei Erle, Birke, Esskastanie, Lärche, Fichte, Kiefer, Pappel, Douglasie und Eiche durchgeführt.

In erster Linie werden diese Laboruntersuchungen für Saatguthändler angeboten. Darüber hinaus wird dieses Service auch anderen Interessenten angeboten, die über die Eigenschaften ihres Saatgutes Bescheid wissen wollen.

Ablauf

Die Saatgutprüfung erfolgt an der Einsendungsprobe, von dieser wird anschließend auf die Qualität der gesamten Saatgutpartie geschlossen. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Probe auch tatsächlich die gesamte Partie repräsentiert.

Von der Sorgfalt der Probenahme hängen entscheidend die Ergebnisse der Saatgutprüfung ab. Wichtig ist, dass die Probe nicht nur aus einer Stelle innerhalb der Partie gezogen wird, sondern dass an mehreren Stellen Saatgut entnommen wird.

Die Proben sollen so verpackt sein, dass Beschädigungen auf dem Transport vermieden werden. Wenn möglich sollte auf die Verwendung von kleinen Plastiksäcken verzichtet werden. Vor allem bei hohen Samenfeuchtigkeitsgehalten keinesfalls Plastiksäcke verwenden. Die Proben sollen möglichst unmittelbar nach erfolgter Probenahme an die Prüfstelle versandt werden.

Eingesandte Proben gehen, falls nichts anderes vereinbart ist, in das Eigentum des BFW über.

Bei aus dem Ausland stammenden Material senden Sie bitte Herkunftszeugnisse, Lieferscheine und dgl. mit!

Unvollständiges Ausfüllen bzw. Fehlen wichtiger Daten verzögert die Untersuchung. Deshalb ersuchen wir umvollständiges und richtiges Ausfüllen des Formulars, Sie erleichtern uns dadurch die Arbeit.

Saatgutproben senden Sie bitte an:

Bundesforschungszentrum für Wald (BFW),
Institut für Waldgenetik, Saatgutlabor
Seckendorff-Gudent-Weg 8, 1131 Wien
Zusatzvermerk: Saatgutproben

Nach Abschluss der Laboranalysen wird ein Untersuchungsbericht erstellt, der Ihnen mit Rechnung per Post zugesandt wird.

Kosten

Die Kosten der Untersuchung sind in Form des BFW-Tarifs (Stand: 2020) festgelegt. Derzeit gelten pro Saatgut folgende Tarife für die Untersuchung:

AnalysePreis (Euro)
Reinheit34 .-
Keimfähigkeit45,50
Lebensfähigkeit58 .-
Tausendkorngewicht35,50
Kombi Reinheit, Tausendkorngewicht, Keimfähigkeit90 .-
Kombi Reinheit, Tausendkorngewicht, Lebensfähigkeit102 .-
Porto pro Versand, mindestens2 .-