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Waldbiodiversität durch Habitatvernetzung erhalten

Das Projekt ConnectForestBiodiversity (ConnectForBio) leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensraumvernetzung durch die Einrichtung und Außernutzungstellung von Trittsteinbiotopen in Wäldern.

Trittsteinbiotope stellen für viele Arten – darunter beispielsweise Säugetiere, Insekten, Moose und Flechten – Refugien dar. Sie ermöglichen damit eine Vernetzung von ansonsten isolierten Lebensräumen und die Ausbreitung von Arten mit einer begrenzten Reichweite.

Eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern und dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) regelt die finanzielle Abgeltung. Auf den Trittsteinbiotopen werden Untersuchungen zu verschiedenen Artengruppen durchgeführt, um die Biodiversität zu erfassen und den Lebensraumvernetzung zu untersuchen.

Strukturelle und funktionale Vernetzung

Bei der Vernetzung sind zwei wichtige Aspekte zu berücksichtigen: a) die strukturelle und b) die funktionale Vernetzung. Die strukturelle Vernetzung umfasst die räumliche Verteilung der Trittsteinbiotope (Distanz zueinander) und deren Größe. Die funktionale Vernetzung bezieht sich auf die passende Lebensraumausstattung der Flächen (Struktur und Standortbedingungen). Beide Aspekte sind entscheidend, um die Ausbreitung von Arten zu ermöglichen, insbesondere unter sich verändernden Klimabedingungen, wie sie aktuell stattfinden.

Die Folgen des Klimawandels verursachen oft unerwartete Auswirkungen auf Arten, wie auch auf ganze Lebensgemeinschaften. Sie beeinflussen die genetische Vielfalt, das Verhalten und letztendlich das Überleben von Arten. Der Wald als Ökosystem, wie auch dessen nachhaltige Bewirtschaftung, stehen damit vor großen Herausforderungen und Unsicherheiten. Die Vernetzung von Lebensräumen stellt die Basis für ökologische Prozesse dar und ermöglicht die Ausbreitung und Wiederbesiedlung von Gebieten durch bedrohte Populationen (Tiere, Pflanzen und Pilze).