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Wildmanagement: Selbsteinschätzung und Realitätscheck

Hirsch

Integrales Wald- und Wildmanagement sind Voraussetzungen für eine klimafitte Naturverjüngung.

Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung beinhaltet auch ein ziel­orientiertes Wildmanagement. Dabei kommt es regelmäßig zu Ziel­konflikten zwischen Jagdausübenden und FörsterInnen, denn die Art der Bejagung hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Verjüngung, die Baumartenzusammensetzung und die Biodiversität. Das aktuelle Wild­einfluss­monitoring (www.wildeinflussmonitoring.at, WEM) des BFW zeigt, dass es in etwa der Hälfte der Bezirke zu Verbesserungen gekommen ist, in etwa einem Drittel der Bezirke der Wildeinfluss jedoch deutlich zugenommen hat (WEM-Ergebnisse 2016-2018). Dieser weiterhin hohe Wildeinfluss ist angesichts des Klimawandels besonders bedenklich, denn einige, bei wärmerem Klima besser geeignete Baumarten (z.B. Weißtanne, Edellaubhölzer) werden vom Wild bevorzugt verbissen.

Für ein integriertes Wald- und Wildmanagement auf Revierebene müssen die wildökologischen Bestandestypen, die Baumarten und der in den Beständen anzutreffende Verbiss berücksichtigt werden; dieses kann nur mit einem engeren Stichprobennetz als im WEM erzielt werden.

Im Rahmen des Projektes sollen 20 Reviere bzw. Betriebe im ganzen Bundesgebiet nach verjüngungsökologischen und wildtierökologischen Kriterien erfasst werden und in weiterer Folge Empfehlungen für einer nachhaltige Bewirtschaftung erar­beitet werden. Außerdem wird die Selbsteinschätzung von Wald­­besitzerInnen und Jagdausübenden anhand von Fragebögen zur Nachhaltigkeit der Jagd abgefragt und den Ergebnissen der Verjüngungs­er­hebungen gegenübergestellt.