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Lebensraumvernetzung als Beitrag zur Sicherung der Insektenvielfalt

Im Rahmen des Projektes „Etablierung der Lebensraumvernetzung als wesentlicher Beitrag zur Sicherung der Insektenvielfalt in Österreich“ werden aufgrund von Biodiversitätsmonitoring-Daten Vorschläge für die ökologische Ausgestaltung von Lebensraumkorridoren erarbeitet.

Besonders berücksichtigt werden Landschaftsstrukturen zur Förderung der heimischen Insektenvielfalt. Weiters werden österreichweit vorherrschende Landschaftsstrukturen und Habitatausstattungen qualitativ hinsichtlich ihrer Eignung als Lebensraumkorridore geprüft. Weiterführende Maßnahmen werden erarbeitet und notwendige Vorarbeiten für die Etablierung sowie Absicherung der ausgewiesenen Lebensraumkorridore in Österreich durchgeführt.

Im Rahmen des Projekts werden österreichweit vorherrschende Landschaftsstrukturen und Habitatausstattungen qualitativ hinsichtlich ihrer Eignung als Lebensraumkorridore geprüft.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Wildtierökologie und der Landwirtschaftskammer Österreich wird ein Leitfaden zur Beurteilung der Durchlässigkeit von Lebensraumkorridoren erstellt. Dieser stellt eine Handlungsanleitung für die Beurteilung von genehmigungspflichtigen Bauvorhaben in Bereichen von Lebensraumkorridoren dar und soll im Rahmen von naturschutzfachlichen Gutachten angewendet werden. Es ist geplant, den im Rahmen des Projektes erstellten Datensatz zur Lebensraumvernetzung in Österreich in Form von Sonderkarten in dem Waldentwicklungsplan zu publizieren.

Das Portal www.lebensraumvernetzung.at stellt aktuelle Datensätze zur Lebensraumvernetzung in Österreich zur Verfügung. Neben den WEP Sonderkarten zur Lebensraumvernetzung ist auch die Publikation und Bereitstellung weiterer Datenprodukte und Webservices geplant. Im Rahmen eines Workshops wurden die wichtigsten Neuerungen, Datenprodukte und Bereitstellungsformate dargestellt. Die abschließende Diskussionsrunde des Workshops diente dazu, Feedback und weitere Anforderungen an das Themenportal aus Sicht der naturschutzfachlichen Praxis einzuholen, um eine möglichst breite und praxistaugliche Nutzung des Portals sicherstellen zu können.

Karten für vier Bezirke

Ein kartographisches Regelwerk für die Umsetzung des Themas der Lebensraumkorridore im Waldentwicklungsplan wird erarbeitet. Zunächst werden Sonderkarten für vier Bezirke im Rahmen der Überarbeitung des Waldentwicklungsplanes erstellt: konkret für Eisenstadt Umgebung, Zell am See, Murau und Schwaz.

Für die Erstellung des kartographischen Regelwerkes wird die aktuellste Version der Waldkarte des BFW verwendet, die mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden erzeugt wurde. Die Applikation wird für eine weitgehend automatisierte Erstellung der Sonderkarten getestet. In der Folge werden die Sonderkarten für ganz Österreich erstellt. Diese werden nicht nur Lebensraumkorridore für Insekten, sondern für alle Wildtiere enthalten.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Umweltbundesamt abgewickelt.